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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : was kostet 'Betreutes Wohnen' wirklich?



QuiltGlueck
18.10.2014, 10:39
Hallo an alle,

nun hab ich bestimmt ein Problem was andere ja auch haben...online habe ich aber keine Aussage dazu gefunden. Ich muss im Vorfeld ein paar Infos einholen...um zu wissen, über was wir eigentlich reden müssen...
Wer hat denn seine Oldies im 'betreuten Wohnen' und kann über die wirkliche Kostensituation was sagen? Ich brauchs nur grob...

Meine Großeltern 88/94 wollen plötzlich :liebernich: das Haus verkaufen und 'ins betreute Wohnen', Pflegedienst mit relativ wenig Aufwand (nur waschen und anziehen) haben wir schon für Opa, Pflegest 1..

Sie meinen, weil irgendwo gehört:
eine Wohnung in einer solchen Einrichtung mieten, kostet ~1200.- /monat...das wärs dann schon?

Ich meine:
dazu kommen:
Kosten für Pflegeaufwand
Strom, Wasser, Heizung
Extrageld für Essen/Trinken
natürlich Fußpflege, Frisör etc..
TV, Telefon - bestimmt auch?
Wer macht die Wäsche?
wer kauft ein?
wer geht zur Bank und holt z.b. Auszüge etc...

..was vergesse ich ?
:hä?:
Klingt es so einfach wie es die Werbung verspricht?

Sie erwarten, das dann auch täglich mehrfach jemand da ist, der sich 'kümmert' ? Ist das so ?

Birgitg
18.10.2014, 12:22
jetzt ist meine schöne Antwort weg, Mist.
Also nochmal:
Liebe Ute, leider gibt es keine allgemeingültigen Zahlen und Preise, soweit ich es weiß.
Dir bleibt nur einen Wunschkatalog Deiner Großeltern aufzustellen und Kostenvoranschläge von Einrichtungen in der Nähe einzuholen. Deine großelten haben bestimmt Wünsche wo sie sein wollen und dann bleibt meist (jedenfalls hier auf dem Land) wenig Spielraum an Wohnungsmöglichkeiten. Die große Frage ist ja acuh noch, ob es überhaupt Plätze gibt.
Mit dem was Du aufzählst hast Du das genannt, was auch ich erfragen würde.
Leider hast Du Dir damit eine große Aufgabe vorgenommen ich drück Dich mal und drücke die Daumen, dass es eine Lösung zur Zufriedenheit aller gibt.
Liebe Grüße Birgit

QuiltGlueck
18.10.2014, 13:46
..:ichfallum:...vorgenommen habe ich mir da gar nix...aber ich fürchte das kommt auf mich zu..wie immer so vieles.

Meine Schwester und mein Bruder werden gar nicht 'bedacht'..sie wohnen etwas entfernt...und ob ich nun bei meinen Großeltern 'ran muß' oder noch nicht 'muß'...spätestens bei meinen Eltern wird es sicher auf mich zukommen.

Schlimm finde ich, das es scheinbar Leute gibt, die den alten Leutchen den blauen Himmel im betreuten Wohnen versprechen und ich fürchte, das gibt es dann nicht, und dann ist alles weg, es gibt kein zurück und alle sind unglücklich...besser im Vorfeld mal über alles mögliche reden...

granny
18.10.2014, 13:47
Ja, Ute,
wie Birgit auch schon meint können die Grundpreise sehr unterschiedlich sein, je nach Ausstattung des Hauses. Und je nach Platz kann man sich nicht immer gleich das gewünschte Haus aussuchen, sondern muss warten, bis....äh.....neu vermietet wird.
Ja, so ist das Konzept: Man wohnt zur Miete und zahlt die Extras, wie benötigt bzw. erwünscht. Es kann zwar z.B. Räume geben, wo Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden oder es gibt Lesungen oder Konzerte, doch das ist nicht überall so. Wie Birgit ja schon schrieb.
Es gibt auch Häuser mit Schwimmbad und tollem Freizeitprogramm, doch die kosten natürlich auch entsprechend.
Bei uns am Ort ist das Betreute Wohnen eine Mietwohnung in einem Haus nahe des Seniorenzentrums. Alle Leistungen werden extra dazu gebucht. Den Hausmeister zum Birnen auswechseln gibts leihweise vom benachbarten Seniorenheim/ Pflegeheim, zum Mittagessen zu moderatem Preis kann ins Cafe des Seniorenheim gegangen werden. Frühstück und Abendessen können bei uns NICHT gebucht werden. Das bedeutet auch, dass ein Laden in seniorengerechter Fußwegnähe sein sollte!
Wir haben noch das Modell des Betreuten Wohnens zu Hause. Da macht man ebenfalls alles selbst und bucht Helfer dazu. Im Notfall kann man sich 3x wöchtenlich an das Büro wenden, die organisieren dann weitere Helfer, einige kostenlos weil ehrenamtlich, andere gegen Bezahlung. Essen gibts vom "Essen auf Rädern", Frühstück und Abendessen macht man natürlich ebenfalls selbst....usw.
Hier bei uns läuft Vieles nur durch die Ehrenamtlichen, und die Zivis werden schmerzlich vermisst. Brechen da mal einige der sehr kostengünstigen Helfer weg, können Angebote wohl nicht mehr aufrecht erhalten werden - oder werden teuer.

Für die Regelung der Finanzen und kleinere und größere Einkäufe nach Wunsch, da muss doch noch die Verwandtschaft ran. Oder die Finanzen übernimmt ein ( manchmal bezahlter und vom Richter beauftragter) gesetzlicher Betreuer. Der/die kann z.B. auch nur für die Kontoführung/bezahlen von Rechnungen engagiert werden, den Rest erledigen die alten Herrschaften noch selbständig.
Eine Hose mit den Bewohnern einkaufen zu gehen, z.B., oder ein Deo, oder so, dafür sind in manchen Häusern ehrenamtliche Begleiter da. Ich würde unbedingt drauf achten, das es solche netten Leute/Praktikanten im Hause gibt, sonst bist du dauernd noch am Rennen. Dabei sollst du doch nach den Plänen der alten Herrschaften, wenn ich das richtig verstehe, entlastet werden!Oder?
Was Bekleidung angeht: In manche Häuser kommen "rollende Bekleidungshäuser", die meist eine kleine Modenschau machen und dann verkaufen. Das Angebot kann als alterszweckmäßig ( z.B.Schlupfhosen zum besseren Umgang mit bei Inkontinenz und Windelgebrauch) , und manchmal dann doch echt hübsch, bezeichnet werden. Also speziell auf die Bedürnisse der Kunden ausgerichtet.

Es gibt auch im Betreuten Wohnen keine gesellige Rundumversorgung. In der Regel guckt niemand "einfach mal schnell" in die Wohneinheit, der da keinen bestimmten Arbeitsauftrag (z.B. zu putzen oder zu pflegen) hat. Ist ja wie eine Mietwohnung. In vielen Einheiten gibt es den klassischen Hausnotruf, nicht die "Hotel-Klingel", die schnell eine Angestellte beibringt. Auch das ist von Haus zu Haus unterschiedlich und wieder eine Kostenfrage.


Da wirst du in nächster Zeit einen tollen Überblick über die Pflegelandschaft bekommen, liebe Ute!
Und mit dem Geld eines verkauften Hauses kann natürlich auch frech gefragt werden, ob man da nicht gleich 2 Zimmer in einem Seniorenheim ( mit Vollpension, Personal das wirklich nachschaut und Nachtdienstversorgung macht) anpeilt, oder?
Mein Mann ist, allerdings zur Kurzzeitpflege, auch ohne Pflegestufe genommen worden.
Liebe Grüße,
granny

granny
18.10.2014, 13:53
Oh ja, das Blaue vom Himmel!
Nicht nur Prospekte geben lassen, nur das Schriftliche zählt, sondern auch gleich mal in die Vertragsunterlagen gucken wollen!
Das Dumme ist, dass man sich im Grunde auf nienix wirklich verlassen kann. Macht die Betreibergesellschaft pleite, sitzt man dumm da, weil sich plötzlich unversorgt fühlend. Ist, als wäre die Wohnung gekündigt. Ich kenne jedoch kein Modell, das soooo Pleite gemacht hat oder geschlossen wurde, dass die Bewohner auf der Straße saßen.

Bei uns hier haben sich die Gemeindeverwaltungen zusammengeschlossen und kontrollieren die Gesellschaft.
Aber auch das ist keine Versicherung, nur vielleicht noch ein bisschen sicherer, als nur Kommerz.

QuiltGlueck
18.10.2014, 14:02
ach granny ...Du goldstückchen...Danke für das 'Gespräch'....ich dachte sowas...ja...da muss man sich in der tat mit den Oldies mal zusammensetzen ...
Ob es nicht besser geht, wenn man zuhause alles regelt...


Ein Antwort-Beispiel, als ich fragte, warum sie das Haus verkaufen wollen: meine Omi O-ToN
'Ich finde keine Putzfrau' und 'der Garten wird nicht gepflegt'

Meine AW:
'..nee...stimmt nicht...nicht für den Preis, den Du zahlen möchtest'..


..und auch darin hängt der Haken...nicht das nichts da ist, aber sie geizen an falscher Stelle...und meinen mit dem 'betr. Wohnen' wäre alles bezahlt...

QuiltGlueck
18.10.2014, 14:05
.. Die große Frage ist ja acuh noch, ob es überhaupt Plätze gibt.....

..ja...das ist ja auch son Ding :hä?: ...da denkt man ja nicht dran

granny
18.10.2014, 14:26
Bei den 1200€ sollten die Großeltern eher davon ausgehen, dass das lange nicht alle Kosten deckt. Die Pflegeversicherung bezahlt ja auch nur weiterhin die häusliche Pflege.

Ein echter Pflegeheimplatz kostete bei meiner Mutter z.B. ungefähr 1350 Rente plus ungefähr1500 Dazuzahlung der Pflegestufe I. Wobei natürlich eine höhere Pflegestufe höhere Pflegekassenzuzahlung UND höhere Eigenleistung beinhaltet.
Für Kurzzeitpflege von meinem Mann vom 22.8. bis 31.8.2013 haben wir genau 708,40€ selbst voll gezahlt. Im Voll-Service des Pflegeheims,also mit Vollverpflegung, Beistand bei der Körperpflege, Nachtdienst, Medikamentenzuteilung, netten Gesprächen, einmal gab es ein Fest ohne Zusatzkosten...... keine Pflegestufe, keine Zuzahlung der Pflegeversicherung.
Da können die Großeltern sich selbst ausrechnen, dass ihre Hoffnungen nicht aufgehen können.

pfeiltrenner
18.10.2014, 15:20
Wichtig ist vor allen Dingen, daß die Großeltern, wenn sie pflegebedürftig werden, auch in der Einrichtung bleiben können und dann nicht in ein Pflegeheim umziehen müssen. Bei uns im Ort gibt es so ein Haus. Da müssen dann die alten Leutchen nochmals umziehen und sich an anderes Pflegepersonal gewöhnen. Was dann ziemlich schwirig ist.!

granny
18.10.2014, 16:17
Das ist bei uns am Ort auch so, dass ein Umzug ins Nebenhaus bei stärkerer Pflegebedürftigkeit/ Überforderung der Angehörigen, oder bei Singles, nötig wird.
Dadurch, dass man jedoch bei Veranstaltungen bereits Seniorenheimbewohner und die des Betreuten Wohnens zusammenmischt, also auch das Personal teilweise dabei ist, scheint diese Problematik bei uns etwas entspannt zu sein. Jedenfalls habe ich bei den vielen Gesprächen mit der Pflegedienstleitung, und auch sonst, noch nix von aussergewöhnlichen Problemen gehört.
Ist jedoch bestimmt individuell verschieden und bei Leuten von 88+ sicherlich ein sehr hilfreicher und bedenkenswerter Hinweis von pfeiltrenner!
"Danke" von mir!

Allerdings kann man auch beim häuslichen Pflegedienst sich leider nicht drauf verlassen, dass ein bekannter "Stamm" an Pflegenden für den Schützling erhalten bleibt.
Das Akzeptieren der Vollpflege, ob von bekannten Menschen oder Unbekannten, daheim oder nicht, das ist ja der letzte Schritt. Den Verlust der Unabhängigkeit, diesen Weg geht fast niemand leicht.

Wenn die Oma kein Personal zu den ihr passenden Preisen bekommt, dann soll sie sich mal ausrechnen, wieviel sie bisher eingespart hat, indem sie alles selbst gewuppt hat, Ute!
Ich habe erlebt, dass das Selbstbewusstsein ganz enorm ansteigen kann und plötzlich der Satz kommt: "Na, wenn wir jahrelang so viel eingespart haben, weil ich/wir das gemacht habe/n, dann können wir das doch jetzt ausgeben!"
:applaus:

Jemanden zu bekommen, der Sachen genau so gut/sauber/sorgfältig macht, wie man selbst, das ist allerdings höchst selten! Das ist Oma wahrscheinlich sowieso klar. Ansonsten muss sie sich den Anspruch eben abschminken, und es wird ihr wohl nicht gefallen, oder?
Das wird im Betreuten Wohnen allerdings auch nicht anders.
In einer Mietwohnung spart sie allerdings den Gärtner, und die Kosten einer Putzfrau sind sicherlich auch niedriger, als für ein Haus.

So, nu is bei mir Schluß für heute, die Bügelwäsche hat gerufen!
Falls weiteren Besprechungsbedarf, kannst du mich anrufen, Ute.

QuiltGlueck
18.10.2014, 16:43
ach ihr seid spitzenklasse, Superdanke :knuddel: ...erst mal...so weiß ich etwas mehr und da kann ich doch mal wenigstens bisschen darüber reden...Denkanstöße geben und so...

mahatari
18.10.2014, 21:30
Ich kann dazu nur sagen, meine Mutter hatte eine 60 Quadratmeter große Wohnung mit Balkon und Fahrstuhl zu ortsüblicher Miete. Dazu alle Nebenkosten,die man in jeder Wohnung hat, einschließlich Hausmeister, Winterdienst, Verwaltungskosten....+ 50 Euro Betreuungskosten...das war eine nette Dame, die jeden Morgen reingesehen hat...und Rat geben konnte.Sie organisierte auch mal Nachmittagskaffe, Weihnachtsfeier u.ä.

Alles andere, Notruf,Essen, Pflegedienst,Putzfrau....mußte alles extra gebucht organisiert und bezahlt werden...von uns...und nachdem wir den Umzug ins Pflegeheim organisiert hatten...hatten wir drei Monate Kündigungsfrist....Da meine Mutter, als sie eingezogen ist noch fit war, konnte sie ihren Haushalt alleine bewältigen...zum Glück wohnte sie mitten in der Stadt und hatte gute Einkaufsmöglichkeiten, Friseur und alles andere.
Ich weiß nicht, ob das den Vorstellungen vom Betreuten Wohnen entspricht.

Für mich ist das Betreute Wohnen eine falsche Bezeichnung....altersgerechtes Wohnen trifft es besser,jedenfalls bei uns.

akinom
19.10.2014, 07:33
Hallo,
meine Mutter hatte auch im Betreutem Wohnen eine zwei Zimmerwohnung gehabt.Mit grossen Balkon, Abstellraum, Aufzug,Fahradkeller usw.
ImHaus gab es einen Pflegedienst,eine Pflegestätte, Friseur,Fusspflege und an der Zentrale konnte man auch Kleinigkeiten einkaufen.Es kam jede Woche ein Bäcker und ein Auto mit allen möglichen Lebensmittel für die Leute die nicht in weiter laufen wollten oder konnten, sich aber noch selbst versorgt haben.
Ihn der Miete von 650Euro waren die Nebenkosten und eine Betreuungspauschale für die Zentrale, für die Gymnastik, Gedächtnistraining, Basteln, Singen, gemeinsames kochen, und noch vieles mehr. Auch einen Fahrdienst gab es und der Hausmeister kam auch und hat kleine Reparaturen von zehn Minuten kostenlos gemacht.
Es kommt halt darauf an in welcher Gegend man wohnen möchte, Frankfurt ist halt teurer als Homberg-Efze.

Mietbetrag war falsch, es sind 650 Euro gewesen.:versink:

granny
19.10.2014, 09:32
Es kommt halt darauf an in welcher Gegend man wohnen möchte, Frankfurt ist halt teurer als Homberg-Efze.


WOW!!!
450€ für 2 Zimmer und schon incl. einer Betreuungspauschale für kleine Reparaturen UND Angeboten zur Freizeitgestaltung!
Die Pflegekasse zahlt ja im Betreuten Wohnen auch nur, was wirklich "am Mann" geleistet wird.
Also sind die 450 € wirklich nur die echten Kosten.

Andererseits: Mein Mann und ich sind "Anwärter zum Betreuten Wohnen zu Hause" und zahlen für kostenlose Freizeitangebote, hin und wieder einen Anruf von der Zentrale und dem Angebot für uns Handwerker, Putzfrau, Essen auf Rädern ..zu besorgen, monatlich 45 €. Also vergleichbar mit dem Angebot Deiner Mutter, liebe akinom, oder?
Nahe München.
Wenn da eine ortsübliche Miete dazu kommt....( bei uns hier sind das schnell um die 900 Euro kalt für eine noch nicht mal hübsche 2 Zimmer-Wohnung).......
Dafür lässt sich ein Häuschen vielleicht aber auch teurer verkaufen, hier in der Gegend.


@ mahatari,
jetzt komm ich zwar als Klugscheißer rüber, doch die Begriffe haben sich bereits differenziert:

Altersgerecht wird mittlerweile und üblicherweise für die Beschreibung der äußeren Umstände benutzt: Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, die Wohnung ohne Sturzfallen, höher gesetzte Klos, Dusche mit niedrigem Einstieg, Handgriffe hie und da... usw.
Die Bezeichnung "betreut" schließt noch die Zuwendung ein, also Freizeitangebote, Fahrdienste und so
Wobei natürlich, da gäbe ich dir sofort und voll Recht, in jedem Alter etwas anderes "altersgerecht" ist.

Allen einen wundervollen Sonntag und Ute gutes Gelingen der Verhandlungen mit den Großeltern!
Liebe Grüße,
granny

akinom
19.10.2014, 09:45
Hallo Granny,
die Miete mit Nebenkosten und Betreuungspauschale waren 650 Euro, bis vor 2 Jahren. Wie es heute ist , kann ich nicht sagen. Vor zwei Jahren musste meine Mutter ins Pflegeheim da sie den ganzen Tag betreut werden musste.
Sie hat sogar Nebenkosten zurück bekommen. Die Miete für einen Quadratmeter Wohnraum in Homberg ist eben sehr niedrig, es waren 55qm.

Entschuldigung, habe nachgeschaut, habe ja alle Unterlagen von meiner Mutter noch hier. Es waren mit Nebenkosten und Betreuungspauschale (egal ob man sie genutzt hat oder nicht) 650 Euro

Die Pflegekasse zahlt nur wenn man eine Pflegestufe hat.

QuiltGlueck
19.10.2014, 12:39
Moin,

jaja...sie stellen sich das so einfach vor, umziehen, Miete bezahlen und fertig...so einfach es eben doch nicht, wie ich lese...
einen guten Fragenkatalog kann ich aber erstellen, mit euren Infos...das ist prima und unbedingt im Vorfeld zu klären
:daumen:

granny
19.10.2014, 16:40
Die Miete für einen Quadratmeter Wohnraum in Homberg ist eben sehr niedrig, es waren 55qm.

Hallo Monika,
auch 650 € incl. Betreuungspauschale sind für Münchener Verhältnisse preisgünstig.
Man muss also nicht unbedingt nach Teneriffa auswandern.
Das waren interessane Infos für mich, danke!
Lieber Gruß,
granny

Kiira
20.10.2014, 09:24
Unsere Nachbarn, beide pflegebedürftig, Mann im Rollstuhl, Frau dement, haben 2 Polinnen die sich abwechseln, im Haus. Beide sehr nett und die Familie ist hoch zufrieden. Das wäre ja eine Alternative. Unser Nachbar wollte nie aus seinem Haus raus, nun kann er zu Hause sein, und ein Pflegeheim für beide ist von den Kindern kaum zu zahlen, denn das Pflegegeld reicht niemals.

Quiltbee123
20.10.2014, 18:49
Hallo Ute,
bei uns ist das Betreute Wohnen auch an das Seniorenzentrum angegliedert. Zwar nicht im selben Haus aber in unmittelbarer Nachb*****aft. Die Wohnungen sind senioren- bzw. behindertengerecht gebaut. Zu den Kosten kann ich dir leider nichts sagen. Aber wenn deine Großeltern eigentlich lieber ihr Haus behalten wollen und vorläufig nur jemanden brauchen, der sich regelmäßig (und zusätzlich zu dem, was du für sie machst) um bestimmte Dinge kümmert, kibt es vielleicht die Möglichkeit, über die Kirchengemeinde oder die Diakoniestation Hilfe zu bekommen. In unserer Kirchengemeinde gibt es einen ganz gut aufgestellten Besuchsdienst, der nicht nur die neuen Gemeindemitglieder begrüßt, sondern - ehrenamtlich - auch anfallende, kleinere Arbeiten ausführt, wie z.B. Rasenmähen, einkaufen, Begleitung bei Arztbesuchen, Behördengängen etc. oder auch mal einfach nur eine Spielestunde, damit der pflegende Ehepartner mal aus dem Haus kann. Das ganze wird koordiniert von einer 5-Std. -Kraft, die von der Kirchengemeinde bezahlt wird. Für diejenigen, die die Dienste in Anspruch nehmen, fallen keinerlei Kosten an. Vielleicht wäre deinen Großeltern damit erst mal geholfen.
Auf jeden Fall kommt da ja einiges auf dich zu :knuddel:

QuiltGlueck
20.10.2014, 19:06
Ja, Katja, das sagst Du was ganz wichtiges...ich werde mich mal genauer umhören.
Sowas haben wir ja hier eigentlich auch über die Kirche...da habe ich gar nicht dran gedacht...:daumen:

akinom
20.10.2014, 21:26
Hallo Ute,
bei uns ist das Betreute Wohnen auch an das Seniorenzentrum angegliedert. Zwar nicht im selben Haus aber in unmittelbarer Nachb*****aft. Die Wohnungen sind senioren- bzw. behindertengerecht gebaut. Zu den Kosten kann ich dir leider nichts sagen. Aber wenn deine Großeltern eigentlich lieber ihr Haus behalten wollen und vorläufig nur jemanden brauchen, der sich regelmäßig (und zusätzlich zu dem, was du für sie machst) um bestimmte Dinge kümmert, kibt es vielleicht die Möglichkeit, über die Kirchengemeinde oder die Diakoniestation Hilfe zu bekommen. In unserer Kirchengemeinde gibt es einen ganz gut aufgestellten Besuchsdienst, der nicht nur die neuen Gemeindemitglieder begrüßt, sondern - ehrenamtlich - auch anfallende, kleinere Arbeiten ausführt, wie z.B. Rasenmähen, einkaufen, Begleitung bei Arztbesuchen, Behördengängen etc. oder auch mal einfach nur eine Spielestunde, damit der pflegende Ehepartner mal aus dem Haus kann. Das ganze wird koordiniert von einer 5-Std. -Kraft, die von der Kirchengemeinde bezahlt wird. Für diejenigen, die die Dienste in Anspruch nehmen, fallen keinerlei Kosten an. Vielleicht wäre deinen Großeltern damit erst mal geholfen.
Auf jeden Fall kommt da ja einiges auf dich zu :knuddel:

So eine Art Nachb*****aftshilfe oder ehrenamtliche Helfer. Auch eine sehr gute Sache.

Quiltbee123
20.10.2014, 21:34
Ja, bei uns wird der Besuchsdienst durch eine Stiftung finanziert, die vor xxx Jahren von einer ansässigen Fürstin gegründet worden war zur Beschäftigung einer Diakonisse. Diese Stiftung wurde vor ein paar Jahren neu belebt und "ernährt sich" von Zustiftunge und Spenden. Die Kollegin, die dafür mit 5 Wochenstunden angestellt ist, leistet tolle Arbeit und ihre Dienste ermöglichen einigen Menschen, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben.