Redwork - so mache ich es...

Nadeln:

Ich benutze Sticknadeln mit Spitze, z.B. von Prym, Clover oder JohnJames Embroidery.

Man kann testen, ob die Nadel die Richtige ist: ohne Faden kleine Stiche, Àhnlich dem Quilten, durch den Stoff machen...bremst sie oder zieht sie einen Gewebefaden mit oder braucht es relativ viel Kraft zum durchschieben: ist sie nicht geeignet. Die Nadel sollte leicht, wie durch weiche Butter, durch den Stoff gleiten.

 

Sticken:

Man stickt mit dem Steppstich (wie die NĂ€hmaschine), dem Schlingstich, und dem Stielstich. Wobei man seine Vorlieben durchaus einbringen kann – es gibt keine Redworkpolizei.

Die Sticktechnik ist recht einfach, in feinen, recht kleinen Stichen werden die Konturen der Linienzeichnungen mit Garn auf dem Stoff nachgestickt. 

Man kann den gesamten Block im gleichen  Stickstich sticken. Der Stielstich - der eigentliche REDWORK-Stich, ist am besten geeignet.

Etwas Übung erfordert der Stielstich bei Ecken und Kurven.

Jede Art von auch nur leichter Gewalt ist hier fehl am Platz, alles muss weich und fein und locker gestickt werden, der Stoff zieht sich sonst ein und es wellt sich, das sieht nicht schön aus und lĂ€sst sich auch nicht glatt bĂŒgeln.

 

Garn:

Es muss nicht zwingend Rot sein, es gibt auch Bluework und Blackwork...

Das am meisten verwendete Garn ist 1- oder (höchstens) 2- fÀdiger Sticktwist. Manche bevorzugen auch Valdanigarne oder Wollgarne aus der Maschinenstickerei.

Sind die Motive recht klein, sollte das Garn eher dĂŒnner, als dick sein. Perlgarn ist ohnehin viel zu dick.

Gerne verwende ich SULKY Cotton 12 und Cotton 30.

Auch Multicolorgarne lassen sich super versticken; Gold/Silber verwende ich, wenn es passt - fĂŒr Schleifen und Sterne.

 

Stickrahmen:

Um ein gleichmĂ€ĂŸiges Sticken zu gewĂ€hrleisten sollte man auf einen Stickrahmen zurĂŒckgreifen. Wer schon geĂŒbt ist, kann natĂŒrlich auch frei sticken - ohne Rahmen. „RegelmĂ€ĂŸiger“ wird es bei mir MIT Stickrahmen inkl. Tischbefestigung.

Es bietet sich ein kleiner Holzstickrahmen an. In diesen kann man das Stickgut locker, nicht trommelfest, einspannen. 

Ob MIT oder OHNE - das muss jede/r selbst ausprobieren.

 

Übertragung der Muster:

Ich nutze einen Lichtkasten (man kann auch die Fensterscheibe benutzen).

Muster ausdrucken, Papier auf den Lichtkasten legen, ggf. mit einem StĂŒckchen Klebeband sichern, Stoff darĂŒber legen, mit einem feinen Minenstift oder Zauberstift  oder einem feinen, harten Bleistift abpausen und dann sticken.

**Zauberstifte vorher immer !! auf einem Stoffrest testen und niemals!! bĂŒgeln, sonst wĂ€scht er sich nicht mehr aus.

Eine weitere Möglichkeit ist ein BĂŒgelstift. Damit wird das Muster auf der RĂŒckseite des ausgedruckten Musters abgezeichnet. Dazu kann man wieder den Lichtkasten nehmen oder bei Tageslicht ein Fenster. Das Papier mit der bedruckten Seite an die Scheibe kleben und mit dem BĂŒgelstift das Motiv nachzeichnen. Dann das Papier mit der BĂŒgelstiftzeichnung auf den Stoff legen und bĂŒgeln OHNE  verschieben, Papier abheben – das Muster hat sich durch das bĂŒgeln auf den Stoff abgedrĂŒckt.

 

Knoten?

Ich mache einen Knoten am Anfang und ziehe locker durch den Stoff. Dann sticke ich das Muster solange der Faden reicht. Am Ende steche ich aus der RĂŒckseite heraus und mache keinen Knoten, sondern umschlinge rĂŒckseitig liegende StickfĂ€den mehrere Male.

Möglich ist jedoch auch ein Verknoten, dann darf man nur nicht so fest zuziehen, damit es sich auf der Vorderseite dadurch nicht einzieht.

 

redworkvogelBild aus der Anleitung Brownwork - gestickte Vögel

redworkfroschBild aus der Anleitung: Pure Natur - Greenwork

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Schlingstich

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Steppstich

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Stielstich

Faden und -lÀnge

Den Sticktfaden sollte man höchstens 40 - 50 cm lang abschneiden, nicht lÀnger, sonst ist ein verzwirbeln vorprogrammiert.

Bei Sticktwist (= 6 fĂ€dig) ziehe ich aus einem 40cm langen StĂŒck einfach einen einzelnen Faden vorsichtig heraus.

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**TIPP**

Ich hinterlege meine Stickerei mit einem dĂŒnnen Vlies, um zu stabilisieren und auch um ein Durchscheinen des rĂŒckseitig liegenden Stickgarns zu verhindern.

Vorsicht bei aufbĂŒgelbaren Vliesen...es darf nicht ĂŒber die Motiv-Linien gebĂŒgelt werden, manche fixieren sich beim BĂŒgeln und sind nicht mehr zu entfernen.

 

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Ich selbst befinde mich durchaus noch in der Übungsphase *g, deswegen empfehle ich bei weiterem Informationsbedarf die

Stickerin Anne Lange - www.langenadel.de zu fragen.

Sie hat fĂŒr Sie auch das richtige Zubehör.

 

Redwork

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